Es ist mal wieder so weit: ein Castor-Transport nach Gorleben! Wir wären nicht Deutschland, wenn wir nicht massive Proteste bei Castor-Transporten hätten. Jedes Jahr wird es gefühlt schlimmer, trotz des endgültigen Atom-Ausstiegs, der nach der tragischen Katastrophe in Fukushima im Frühjahr von der Bundesregierung beschlossen wurde.
Stand zurzeit, Sonntag 27. November um etwa 14 Uhr: Der Transport liegt bereits knapp 20 Stunden hinter dem Zeitplan. Ein zusätzlicher Sturm kann das Ganze noch weiter verzögern.
Eigentlich eine reife Leistung von den Gegnern. Grund für die Proteste sei das fehlende Endlager, aus Gorleben solle man raus. Aber: Wo soll man sonst dahin? Es gibt einfach kein geeignetes Endlager - bisher. Wozu diese in meinen Augen übertriebenen Proteste? Ich habe irgendwo mal die Zahl 30 Millionen Euro aufgeschnappt. 30 Millionen Euro Steuergelder. Wären diese Steuergelder nicht besser in regenerative Energien investiert als in Protesten? Ich denke schon!
Dieses elendige Katz-und-Maus-Spiel ist einfach nur noch lächerlich und schäme mich für diese Menschen! Gestern Abend wurde ich auf einen Twitter-Account namens @cducsu aufmerksam. Es scheint aber so, als ob das kein offizieller Account ist. Jedoch war da ein Tweet, der den Nagel auf dem Kopf trifft:
Bahnanlagen sabotieren, Steine & Mollis schmeißen - aber #Mimimi rufen, sobald Schutzmann den Knüppel zückt? Logik? #Castor
Kann man da noch etwas hinzuzufügen? Ich denke nicht. Ich finde aber auch die jetzigen Methoden einfach nur dumm. Wie oben auf dem Titelbild versuchen sich insbesondere Greenpeace-Aktivisten, mit den Gleisen zu verbinden. Fernsehbilder zeigen, wie die Polizei die Bahngleise durchflexen, um die Aktivisten zu befreien. Eigentlich kann man den Polizisten dankbar sein. Wäre man wirklich „böse“, dann könnte man auch eine Lok vorwegschicken.
Weg von den Horrorfilm-Ideen, zurück zur Realität. Pro Stunde wird es für den Staat, für den Steuerzahler, für UNS teurer. Wie schon gerade geschrieben, das Geld kann man besser in regenerative Energien investieren. Ich denke, davon haben wir alle mehr von. Die Castor-Transporte müssen einfach sein und können nicht aufgehalten werden. Deshalb abschließend: Wenn in ein paar Jahren die ersten AKWs zurückgebaut werden, gibt es noch mehr solche Transporte. Ich bin gespannt, was es dann für Proteste gibt. Das Popcorn wartet schon.
Titelbild: Spiegel Online
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